pressetext4joomla

Content für Webseiten

Fake-Viagra: Handel übertrifft zehn Milliarden

Lowres Image zur Meldung 100216032London/Bern (pte/16.02.2010/16:24) - Die Geschäfte mit gefälschten Medikamenten blühen auch in der Wirtschaftskrise. Mittlerweile werden mit Arzneimittelplagiaten hauptsächlich im Internet europaweit rund 10,5 Mrd. Euro umgesetzt, wie das Marktforschungsinstitut Nunwood im Auftrag des Pharma-Riesen Pfizer aufzeigt. In der Schweiz ist die Statistik in der Zollbilanz des Vorjahres gegenüber 2008 dramatisch gestiegen. Die Eidgenössische Zollverwaltung hat 2009 über 1.150 illegale Einfuhrversuche gefälschter oder nicht zugelassener Medikamente registriert. 2008 waren es noch 687 Fälle. Am häufigsten wurden Erektionsförderer beschlagnahmt.

Die Geschäfte mit gefälschten Medikamenten blühen auch in der Wirtschaftskrise. Mittlerweile werden mit Arzneimittelplagiaten hauptsächlich im Internet europaweit rund 10,5 Mrd. Euro umgesetzt, wie das Marktforschungsinstitut Nunwood im Auftrag des Pharma-Riesen Pfizer aufzeigt. In der Schweiz ist die Statistik in der Zollbilanz des Vorjahres gegenüber 2008 dramatisch gestiegen. Die Eidgenössische Zollverwaltung hat 2009 über 1.150 illegale Einfuhrversuche gefälschter oder nicht zugelassener Medikamente registriert. 2008 waren es noch 687 Fälle. Am häufigsten wurden Erektionsförderer beschlagnahmt.

"Fälschungen von Medikamenten werden in den meisten Fällen im Postversand abgefangen. Neben dem wirtschaftlichen Schaden kann ihre Einfuhr auch negative gesundheitliche Folgen bei den Konsumenten haben", meint ein Vertreter des Zolls gegenüber pressetext. Hinter Plagiaten von Erektionsförderern wie Viagra reihen sich Schlankheitsmittel, Muskelaufbaupräparate, Schlafmittel und Arzneimittel mit Abhängigkeitspotenzial, Haarwuchsmittel, Psychopharmaka sowie Schmerzmittel ein.

Deutschland europaweit an der Spitze

International wird mit 3,6 Mrd. Euro in Deutschland das meiste Geld für Arzneimittelplagiate ausgegeben. Erst im Sommer hatte die EU eine Verdoppelung der Beschlagnahmungen von gefälschten Produkten bekannt gegeben (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090710003/). Bei den Medikamenten liegen europaweit Diätpillen an der Spitze des Handelsvolumens. Erektionsförderer finden sich hier hinter Grippemedikamenten erst auf Platz drei.

Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, hatte zuletzt einen Anstieg der Beschlagnahmungen an Europas Grenzen auf 34 Mio. gefälschte Pillen bekannt gegeben. Nunwood zufolge hat sich die Zahl an EU-Grenzen entdeckter Medizin-Fälschungen allein zwischen 2005 und 2007 von 560.598 auf 4.081.056 mehr als versiebenfacht. Rund ein Fünftel der Europäer soll bereits Medikamente fragwürdiger Herkunft gekauft haben, in den meisten Fällen um Zeit oder Geld zu sparen.

(Ende)


Navigation: Business / Handel Dienstleistungen / Fake-Viagra: Handel übertrifft zehn Milliarden