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Öffentlicher Dienst sucht kluge IT-Köpfe

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Lowres Image zur Meldung 100309015Hannover/Bonn (pte/09.03.2010/10:15) - Eine hochkarätige Diskussionsrunde mit Vertretern des öffentlichen Dienstes informierte beim CeBIT-Karriereforum der Computerwoche über die beruflichen Perspektiven für Informatiker im Staatsdienst. Die gängigen Klischees für den Staatsdienst würden der Vergangenheit angehören, betonte der Chef des Beschaffungsamtes des BMI, Klaus-Peter Tiedtke.

"Wir bieten sichere Arbeitsplätze mit geregelten Arbeitszeiten - Überstunden können abgebaut werden. Unser Tätigkeitsbereich ist vielseitig. Wir bilden die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Wirtschaft. Es gibt vielfältige Aufstiegschancen. Zudem unterstützen wir unsere Beschäftigten dabei, sich zielgerichtet weiterzubilden", so Tiedtke gegenüber pressetext.

Neben Tiedtke standen Horst Flätgen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Heinz-Dieter Meier vom Bundespolizeipräsidium und Christoph Latsch vom Bundesinnenministerium (BMI) Interessierten für Fragen zur Verfügung. Die Behördenvertreter sind auf der Suche nach qualifizierten IT-Fachkräften, sowohl Berufsanfänger als auch Bewerber mit Berufserfahrung. Die Einsatzgebiete sind vielfältig und auch die Bezahlung sei leistungsgerechter, so der Tenor der Experten.

Moderne Arbeitsplätze

Nicht zu unterschätzen seien familienfreundliche Arbeitszeiten, die Möglichkeiten für Telearbeit und Teilzeitarbeit, die an persönliche Bedürfnisse angepasst werden können und so Beruf und Familie besser vereinen. Das Bonner Beschaffungsamt http://www.bescha.bund.de sei als eine der wenigen technisch ausgerichteten Behörden im Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums besonders vom zunehmenden Fachkräftemangel betroffen.

Nicht nur IT-Experten fehlen, wie bei vielen anderen Behörden. Zusätzlich werden für das Kerngeschäft Ingenieure gebraucht. Damit steht das Beschaffungsamt nicht alleine da. Nicht nur strukturell bedingt, auch wegen des demografischen Wandels wird der Fachkräftemangel in Deutschland noch zunehmen.

Mathematiker, Informatiker und Naturwissenschaftler gesucht

Nach Untersuchungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln fehlen schon heute in Deutschland rund 61.000 Fachkräfte für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Jahr 2015 dürften 254.000 dieser Hochqualifizierten fehlen, bis 2020 könnte die Lücke auf bis zu 426.000 anwachsen. Allein für altersbedingt ausscheidende Fachkräfte in den genannten Bereichen seien jährlich 50.000 bis 60.000 Nachwuchskräfte nötig, so die Wissenschaftler.

Eine interne Altersstrukturanalyse im Beschaffungsamt macht deutlich: Schon heute müssten die Anstrengungen im Personalmarketing verstärkt werden, um die notwendigen Fachkräfte von morgen zu rekrutieren. Infolgedessen sind nach Angaben der Behörde parallel mehrere Maßnahmen eingeführt worden, unter ihnen ein Stipendien-Modell, ein optimierter Auftritt auf Personalmessen und aktive Pressearbeit.

(Ende)


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