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Krise hinterlässt Desaster bei Heuschrecken

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Lowres Image zur Meldung 100308021Berlin (pte/08.03.2010/13:35) - Beteiligungsgesellschaften wurden von der Finanzkrise im Vorjahr mit voller Wucht getroffen. Nachdem Fusionen und Übernahmen zur Jahreshälfte ein Rekordtief notierten (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090626016/), konnte sich der Private-Equity-Markt gegen Jahresende leicht erholen. Unter dem Strich bleibt 2009 dennoch ein Einbruch des Geschäftsvolumens um drei Viertel stehen, wie der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) http://www.bvkap.de aufzeigt. Die Investitionen beliefen sich nur auf 2,36 Mrd. Euro. 2008 flossen hingegen noch über neun Mrd. Euro.

Mit Venture Capital, Wachstumsfinanzierungen und Buy-Out waren alle Segmente des Private-Equity-Marktes von den rückläufigen Investitionen betroffen. In Letzterem hinterließ die Krise jedoch die deutlichsten Spuren. In der ersten Jahreshälfte waren "große Transaktionen praktisch zum Erliegen gekommen", wie der BVK mitteilt. Die Investitionen brachen im Buy-Out-Segment um über 80 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro ein. Mittelstandsorientierte Wachstumsfinanzierungen gingen von 847 auf 498 Mio. Euro zurück. Venture-Capital-Investitionen schrumpften von 1,11 Mrd. auf 611 Mio. Euro.

Aufwärtstrend sorgt für Optimismus

Neben einer spürbaren Zurückhaltung durch die Banken machten der Branche besonders "unterschiedliche Erwartungen zwischen Käufern und Verkäufern" zu schaffen, wie Hans Bethge, geschäftsführender Partner bei Angermann M&A International http://www.angermann.de , gegenüber pressetext erläutert. Dem BVK nach äußerten sich zudem "die unsicheren Zukunftsaussichten vieler Unternehmen" negativ für den gesamten M&A-Markt. Durch Fundraising neu eingeworbene Mittel haben sich mit 1,24 Mrd. Euro mehr als halbiert. Das Niveau liegt damit unter jenem der ebenfalls schwierigen Jahre 2002 und 2003.

Die Markterholung gegen Jahresende sorgt in der Branche trotz der schwachen Zahlen für Hoffnung auf Aufschwung. Das vierte Quartal sei mit 961 Mio. Euro "mit Abstand" das investitionsstärkste gewesen. Obwohl Banken und ihre Kreditvergabepraxis weiterhin einen Unsicherheitsfaktor bilden, rechne der Großteil der Gesellschaften wieder mit steigenden Investitionen. Die Anzahl der knapp 1.200 Unternehmen, die im Vorjahr mit Beteiligungskapital finanziert wurden, sei ohnehin nur um rund zehn Prozent geschrumpft. Die Finanzierungsform Private Equity sei für Betriebe auch in Krisenzeiten von Bedeutung.

(Ende)


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