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Wohnmöbelbranche profitiert von Cocooning-Effekt

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Lowres Image zur Meldung 100203015Wien/Berlin (pte/03.02.2010/11:55) - Die österreichische Möbelindustrie musste in den ersten drei Quartalen 2009 insgesamt einen Produktionsrückgang um 12,8 Prozent bei einem Gesamtwert von 1,69 Mrd. Euro hinnehmen. Positiv entwickelte sich hingegen der Teilbereich Wohnmöbel. Die Küchenmöbelindustrie bewegt sich weiterhin auf stabilem Niveau mit plus 2,6 Prozent (186 Mio. Euro), ebenso positive Signale kommen aus der Matratzenindustrie mit einer Produktionssteigerung von 5,3 Prozent auf einen Wert von 85 Mio. Euro.

Stärkere Zuwächse vermelden die Hersteller von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln: insgesamt wurde hier in den ersten drei Quartalen 2009 um 9,1 Prozent mehr produziert, bei einem Gesamtwert von 244 Mio. Euro. "Die Konsumenten sparen eher bei Urlauben und investieren wieder mehr in die eigenen vier Wände. Hier profitiert die Branche vom Cocooning-Effekt", so Dolunay Yerit von der österreichischen Möbelindustrie im Gespräch mit pressetext.

Sitz- und Büromöbel stark eingebrochen

Absolut unerfreulich dagegen sind die Zahlen in anderen Bereichen: Am geringsten war die Nachfrage bei Sitzmöbeln (minus 37,6 Prozent), gefolgt von Büromöbeln (minus 25,5 Prozent) und Ladenmöbeln (minus 10,9 Prozent). Auch der Exportmarkt verzeichnete deutliche Rückgänge, die negative Entwicklung des ersten Halbjahres 2009 konnte auch im dritten Quartal nicht gestoppt werden und verminderte sich in den ersten drei Quartalen 2009 um insgesamt 16,3 Prozent auf 972 Mio. Euro. Bis auf die Matratzenindustrie - mit einem zarten Plus von einem Prozent - waren alle Teilbranchen vom Exporteinbruch betroffen. Der wichtigste Exportmarkt Deutschland brach um 15,4 Prozent ein, Italien sogar um 35,5 Prozent.

Das entspricht auch der Brancheneinschätzung durch den Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Diese berichtet von einem Rückgang der Umsätze im Oktober 2009 um 11,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und von einem derzeitigen Abwärtstrend im Geschäftsklima in der Möbelindustrie. Auch in Deutschland ist das Geschäft mit Schreibtischen, Stühlen und Aktenschränken infolge der Wirtschaftskrise stark eingebrochen, meldet der Verband der Deutschen Möbelindustrie. 2009 reduzierte sich der Umsatz mit Büro- und Ladenmöbeln um 17 Prozent - so stark wie kein anderer Bereich der von der Krise gebeutelten Branche.

Zurückhaltender Ausblick

Zwar prognostiziert das WIFO für 2010 und 2011 eine Stabilisierung der Konjunktur, jedoch keinen dynamischen Aufschwung. "Wir erwarten uns zumindest keine Verschlechterung. Es bleibt auch abzuwarten, wie sich die steigenden Arbeitslosenzahlen auf die Umsätze auswirken", so Yerit gegenüber pressetext. Auch sind noch viele Unternehmen der österreichischen Möbelindustrie zurückhaltend und schätzen die zukünftige Geschäftslage laut einer WIFO-Befragung (Oktober 2009) nach wie vor vorsichtig ein.

(Ende)


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