Wien (pte/11.12.2009/10:15) - Der Handelskonzern Adeg steigt aus dem Namenssponsoring der Ersten Liga http://bundesliga.at/ mit Ende der aktuellen Saison 2009/2010 aus, berichtet das Fußball-Portal 90minuten http://www.90minuten.at . Über die Gründe der Entscheidung liegen bis jetzt keine Meldungen vor.
Auch die österreichische Bundesliga tappt derzeit noch im Dunkeln. "Die vorliegenden Zahlen wie Werbewerte, TV- und Printberichterstattung sind sehr gut", sagt Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher. Über die Adeg Erste Liga wurde in der Saison 2008/09 in insgesamt 291,56 TV-Stunden - vorwiegend durch SKY (ehemals Premiere) und ORF - berichtet, was gegenüber der Saison zuvor ein Plus von neun Prozent ergibt.
Werbewert rund 5,9 Mio. Euro
Der sich durch die Sichtbarkeit des ADEG-Logos auf Interviewwand, Stele, Bande, Tabelle, Trikot etc. ergebende Werbewert beläuft sich damit auf 9.777.894 Euro. Weiters wurde im Printbereich in 2.837 Artikeln über die Erste Liga mit Nennung des Bewerbssponsors Adeg berichtet, woraus sich ein Werbewert von 5,9 Mio. Euro ergibt. Darüber hinaus erschienen mit 6.972 Artikel über die Klubs der Adeg Ersten Liga um 40,5 Prozent mehr Berichte als in der Saison davor. Allein daraus ergeben sich (bei Mehrfachzählung) insgesamt 995 Mio. Sportleser, wie United Synergies für die Bundesliga erhob.
Seit dem Jahr 2002 weist die Erste Liga einen Namenssponsor auf. Vor Adeg, das seit der Saison 2008/2009 als Namenssponsor fungiert, war die österreichische Elektro-Kette Red Zac der Ligasponsor.
Neuer Sponsor und TV-Vertrag gesucht
Die To-Do-Liste für die Bundesliga wird somit um einen Punkt länger. Der vor wenigen Tagen neugewählte Bundesliga-Präsident Hans Rinner muss sich jetzt nicht nur um einen neuen TV-Vertrag kümmern, sondern auch für die kommende Saison einen Namenssponsor für die Erste Liga finden, um die finanzielle Sicherheit der Klubs gewährleisten zu können.
Der aktuelle TV-Vertrag mit den Partnern ORF und Sky läuft mit Ende der aktuellen Saison ebenfalls aus. Probleme in diesem Bereich sind vorprogrammiert, da Rapid Wien, der populärste Fußballklub Österreichs, angekündigt hat, eine Selbstvermarktung der TV-Rechte zu prüfen. Ein pauschaler TV-Vertrag ohne Rapid wäre für Sponsorpartner, TV-Konsumenten und auch die restlichen Vereine deutlich unattraktiver.
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