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Geburtsmonat gibt Ausschlag für Sportlerkarriere

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Lowres Image zur Meldung 100204026Brisbane/Mannheim (pte/04.02.2010/12:10) - Das Monat, in dem ein Kind geboren wird, beeinflusst seine Chancen, später ein professioneller Sportler zu werden. Zu diesem Schluss kommen australische Forscher von der Queensland University http://www.uq.edu.au im Buch "Analysing Seasonal Health Data", das soeben bei Springer erschienen ist. Die Wissenschaftler um Adrian Barnett stellten in ihren Untersuchungen fest, dass ein Zusammenhang zwischen dem Geburtszeitpunkt, Gesundheit und körperlicher Fitness besteht.

Football-Profis häufiger im Jänner geboren

Für seine Untersuchung wertete Barnett die Geburtsdaten der Australischen Football-Liga (AFL) aus. Es zeigte sich, dass verhältnismäßig viele der professionellen Spieler in den ersten Monaten des Jahres geboren waren - im Januar lag der Anteil um ein Drittel über der zu erwartenden Zahl. Wenige der Sportler feierten hingegen in den letzten Jahresmonaten Geburtstag, besonders im Dezember, wo die Zahl ein Viertel unter dem Schnitt lag.

Erklärbar sei dies durch den Einschulungstermin, denn in Australien beginnt das Schuljahr im Januar. "Größere Kinder haben einen deutlichen Vorteil im AFL-Football. Wer im Januar geboren ist, hat fast zwölf Monate Vorsprung gegenüber am Jahresende geborenen Klassenkameraden. Es macht somit einen großen Unterschied, ob jemand am 31. Dezember oder am 1. Jänner geboren wird", so Barnett. Studien aus anderen Ländern hätten diese Rolle des Einschulungstermins bestätigt, egal ob die Suche bei professionellen Eishockey-, Fußball-, Volleyball- oder Basketballspielern erfolgt sei.

Frühförderung benachteiligt Jüngere

Dass es gerade im Sport die Trennung von Gruppen nach Jahrgängen problematisch ist, betont auch Andrea Mühlenweg vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung http://www.zew.de , die die Einschulungsproblematik bereits länger untersucht. "Da Gruppen nach Jahrgängen getrennt werden, kommt es in ihnen zu Variationen von bis zu einem Jahr. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind dann die Jüngsten körperlich unterlegen, während die Ältesten sich rein durch ihre weitere körperliche Entwicklung hervortun können", so die Forscherin gegenüber pressetext.

Sportliche Frühförderung würden vor allem jene Jugendliche erhalten, bei denen man ein gutes Entwicklungspotenzial sieht. "Das kann dazu führen, dass gerade die Älteren, überlegenen Kinder gefördert werden. Zusätzliche Förderung führt aber dazu, dass sie ihren Vorsprung noch weiter ausbauen." Gerade im Sport sollte mehr Augenmerk auf die Jüngeren in den Gruppen gelegt werden, so die Empfehlung der Mannheimer Wissenschaftlerin.

(Ende)


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