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Axel Springer profitabel trotz Umsatzrückgang

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Lowres Image zur Meldung 100310017Berlin (pte/10.03.2010/10:50) - Der Medienkonzern Axel Springer http://www.axelspringer.de verzeichnet für das Geschäftsjahr 2009 einen Umsatzrückgang von 4,3 Prozent. Dennoch blieb das Unternehmen in dem Krisenjahr profitabel. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging um rund 30 Prozent auf 333,7 Mio. Euro zurück. Auch der Jahresüberschuss sank um rund 40 Prozent auf 152,6 Mio. Euro. Dennoch habe sich das crossmediale Geschäftsmodell ausgezahlt und in einem schwierigen Umfeld besser entwickelt als der Gesamtmarkt, so der Konzern in einer offiziellen Aussendung.

Klassisches Geschäft leidet

In den klassischen Geschäftszweigen hatte Springer wenig überraschend am meisten zu kämpfen, vor allem der Zeitschriftenbereich erwies sich als schwierig. Außerdem gab es deutliche Rückgänge im internationalen Geschäft. Der Auslandsumsatz brach um knapp ein Viertel ein, die Werbeerlöse sanken um 36 Prozent. Der Konzern, der stark in osteuropäischen Ländern vertreten ist, bekam vor allem in diesen angeschlagenen Region die Wirtschaftskrise zu spüren. In Frankreich und der Schweiz konnte sich Springer dafür recht stabil halten.

Digitale Medien als Retter

Das erfreuliche digitale Geschäft konnte viele Rückgänge aus den Printbereichen abfangen. Mit einem kräftigen Wachstum der Erlöse und einer Verdoppelung des Ergebnisses bewiesen die digitalen Medien erneut die Bedeutsamkeit für das Unternehmen. Inzwischen tragen sie etwa ein Fünftel zum Gesamt-Konzernumsatz bei. Bei den Werbeerlösen erzielten die digitalen Medien einen Zuwachs von 24,1 Prozent.

Aber auch das Zugpferd Bild, das die Werbeerlöse zumindest auf Vorjahresniveau halten konnte, dämpfte die Rückgänge ab. Der nationale Zeitungsbereich kam insgesamt auf einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro - ein Minus von fünf Prozent gegenüber 2008.

Döpfner erfreut

Trotz Umsatzrückgang zeigt sich Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, erfreut. "Jeder achte Euro vom Umsatz war Gewinn, jeden fünften Euro haben wir im Internet umgesetzt. Wir schlagen eine Rekorddividende vor, die Verschuldung wurde de facto auf Null abgebaut." Im inländischen Printgeschäft habe man Marktanteile hinzugewonnen und die digitalen Medien hätten maßgeblich zum Geschäftserfolg beigetragen, so Döpfner weiter.

Erst kürzlich hatte Springer bekannt gegeben, sein Affiliate-Geschäft auszubauen. Gemeinsam mit Publigroupe übernahm der Konzern die vormalige AOL-Tochter Perfiliate - bekannt unter dem Namen Buy.at. Eigenen Aussagen nach kaufte das Medienunternehmen damit auch die Marktführerschaft in Großbritannien, dem größten Online-Marktplatz (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100301017/).

Für die Zukunft zeigt sich Döpfner optimistisch und verweist wiederum auf das digitale Geschäft. "Für 2010 rechnen wir mit stabilen oder leicht steigenden Umsätzen, vor allem aufgrund des Wachstums aus dem digitalen Bereich. Das EBITDA soll um zehn Prozent gesteigert werden, vor allem durch operative Verbesserungen und fortgesetzte Kostendisziplin in allen Bereichen.

(Ende)


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