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IPO: Immobilienriese GSW hofft auf 500 Mio. Euro

Lowres Image zur Meldung 100409024Berlin/Erkrath (pte/09.04.2010/13:50) - Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen will der Wohnungskonzern GSW http://www.gsw.de den Sprung an die Börse wagen. Wie das Unternehmen heute, Freitag, bekannt gab, möchte das Management das IPO-Vorhaben Anfang Mai in die Tat umsetzen. Brancheninsider gehen davon aus, dass damit bis zu 500 Mio. Euro in die Kassen gespült werden könnten. GSW strebt eine Notierung im Prime Standard in Frankfurt und Berlin an.

Starkes Eigenkapital

"Das Unternehmen ist nicht gerade klein und der Kern des Portfolios befindet sich in Berlin. Da sich die Mieten dort nicht nur stabilisieren, sondern allmählich auch ansteigen, wird der IPO für Anleger interessant und gibt den vorhergehenden Börsengängen Rückenwind", sagt Dieter Thomaschowski, Geschäftsführer der IRICIC GmbH Investment Research in Change http://www.iricic.eu , im Gespräch mit pressetext. Dem Marktbeobachter zufolge wird das Management alles an den Erfolg des IPOs setzen. Die Eigenkapitalstrategie sei "bedacht".

Obwohl GSW zum möglichen Emissionserlös noch keine Angaben gemacht hat, schätzen Insider, dass das Unternehmen über ein Eigenkapital von rund 950 Mio. Euro verfügt. Bei dem veranschlagten Verkauf der Hälfte der Assets dürfte demnach eine knappe halbe Mrd. Euro erzielt werden. Die Mittel sollen neben der Stärkung der Eigenkapitaldecke auch dem Schuldenabbau dienen. Die Schulden belaufen sich auf 1,6 Mrd. Euro. Begleitet wird der IPO von Goldman Sachs, der Deutschen Bank, Commerzbank, Berenberg sowie HSBC Trinkhaus.

Kursfantasien bleiben bestehen

"Angesichts der starken Eigenkapitalsituation sehe ich gute Chancen, dass die Kursfantasien auch nach dem IPO bestehen bleiben", so Thomaschowski gegenüber pressetext. Das EBIT überzeugt den Analysten. Es stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zu 2008 von 186 auf 229 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss nahm von 108 Mio. auf 172 Mio. Euro zu. Das Land Berlin hatte die GSW 2004 an die Investoren Whitehall und Cerberus für 405 Mio. Euro verkauft. Mieter befürchten nun steigende Mieten bei ausbleibenden Investitionen.

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