New York (pte/25.06.2010/16:00) - Der US-amerikanische Medienkonzern Walt Disney http://waltdisney.com steigt ab sofort in den Real-Estate-Markt ein. Das Unternehmen will Luxus-Villen zwischen 1,5 und acht Mio. Dollar verkaufen. Der Vorstoß ist alles andere als risikolos. Denn Florida zählt zu einem der Bundesstaaten, in dem die höchsten Zwangvollstreckungsraten vorzufinden sind. Auch fielen die Häuserpreise dort um 60 Prozent. Bis 2020 soll das Projekt in Orlando abgeschlossen sein.
Golfplätze, Parks und Co
"Das Vorhaben ist mutig, birgt jedoch auch große Chancen für Walt Disney. Schließlich dominiert der Reichtum in und um Orlando in dieser Dichte wie fast kein zweites Mal in den USA", sagt Dieter Thomaschowski, Immobilienkenner und Geschäftsführer der IRICIC GmbH Investment Research in Change http://iricic.eu , gegenüber pressetext. Dem Branchenkenner nach ist die Region zudem multikulturell und wird von vielen Unternehmenern auch aus Europa als Zweitwohnsitz genutzt.
Trotz aller Bedenken geht das Disney-Management davon aus, dass sich der Markt für teure Luxusimmobilien bald wieder bessern wird. Das 400 Hektar fassende Projekt "Golden Oak" soll zukünftig 450 Häuser sowie ein 445 Zimmer fassendes Four-Seasons-Hotel beherbergen. Neben Golfplätzen gibt es Überlegungen für ein Clubhaus, Parks sowie Fußgängerpassagen. Golden Oak wird Experten nach zeigen, ob sich wohlhabende Kunden angesprochen fühlen.
Um sich bei einem Misslingen des Prestigeprojekts nicht finanziell zu überlasten, sollen bis Jahresende nur rund 30 Immobilien zum Verkauf angeboten werden. Fertiggestellt sollen die ersten Häuser dann bis Ende 2011. "Ein Testballon an begrenzten Losen kommt nicht von ungefähr und ist sehr clever. Denn so lässt sich geschickt die Nachfrage abfragen", so Thomaschowski im pressetext-Gespräch. Eine mögliche zweite Bauphase soll vom Erfolg der ersten Initiative abhängig gemacht werden. Konkrete Bauabsichten gibt es derzeit aber noch nicht.
Projekt "Celebration" als Vorbild
Obwohl das Vorhaben ambitioniert ist, wirbt Disney damit, dass sich die Kunden auch bei der Gestaltung der Häuser relativ frei entfalten können. So können potenzielle Hausbesitzer ihren eigenen Architekten für den Bau engagieren. Das finale Hausdesign muss sich Disney zufolge lediglich in das Gesamtkonzept des Wohnparks integrieren. Mit Golden Oak will Disney an den Erfolg seiner Mitte der 90er Jahre errichteten Stadtsiedlung "Celebration" anknüpfen.
Damals konnte das Unternehmen rund 6.000 Anwesen verkaufen. Doch selbst Celebration ist von der Immobilienkrise heimgesucht worden. Aktuellen Zahlen von Zillow.com nach betrug der Durchschnittswert eines Einfamilienhauses im April nur noch 191.500 Dollar - 60 Prozent unter dem Preispeak von vor vier Jahren. Branchenfachleute zeigen sich in Bezug auf Golden Oak vorsichtig optimistisch. Der Zugang zu Disneys Entertainment-Arealen sei unschlagbar.
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Fotohinweis: Walt Disney setzt trotz Krise auf Erfolg (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)