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Deutsche Bundesliga hofft auf Sportwetten

Christian Seifert steht weiterhin zu Pay-TV-Sender Sky (Foto: DFL)Frankfurt/Unterföhring (pte/20.08.2010/12:30) - Heute, Freitag, startet die Deutsche Bundesliga http://www.dfl.de mit dem Schlager zwischen dem FC Bayern München und dem VfL Wolfburg in die neue Saison. Nicht nur sportlich sind die Vereine auf der Suche nach Erfolg, auch finanziell sollen neue Höhen erreicht werden. Während bereits etablierte Bereiche wie Werbung, Sponsoring oder Hospitality nur schwer gesteigert werden können, hat der Bereich Sportwetten noch enormes Potenzial.

"Eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes in Deutschland könnten einen Erlösschub bringen", sagt Philipp Hasenbein von Sportfive in der aktuellen Ausgabe des Report Sportbusiness von Horizont ohne jedoch gegenüber pressetext konkrete Summen zu nennen. Fraglich ist bisher, wann diese Liberalisierung einsetzen werde.

Bayern gewinnt "Trikot-Meisterschaft"

In wirtschaftlicher Hinsicht ist der deutsche Rekordmeister FC Bayern München klarerweise das Maß aller Dinge. Sowohl bei den Erlösen in den Bereichen Trikotsponsoring als auch bei den Stadion-Naming-Rights haben die Münchner die Nase vorn. Für den Schriftzug der Deutschen Telekom lukrieren die Bayern geschätzte 25 Mio. Euro pro Saison. Allianz blättert für die Namensrechte an der Allianz Arena rund sechs Mio. Euro hin.

Mit Respektabstand folgt Schalke 04, das für Gazprom auf den Trikots rund 15 Mio. Euro einnehmen dürfte. Satte 5,5 Mio. Euro kassiert der Revier-Klub für die Namensrechte der Veltins-Arena, schätzen Brancheninsider. Im Bereich der Trikotsponsoren kann die Bundesliga drei "Neuzugänge" verbuchen. Erstmals dabei sind diese Saison die ARD Fernsehlotterie auf den Trikots des FC St. Pauli, Gazi (VfB Stuttgart) sowie Ehrmann beim SC Freiburg.

Sky in Bedrängnis

Ein weiterer, wichtiger Bereich für die Liga ist die Vermarktung durch die TV-Rechte. Einerseits hoffen die TV-Sender für die Fußball-Saison 2010/11 auf positive Effekte durch die WM. Mehr Geld für die TV-Sender bedeutet schlussendlich auch mehr Geld für die Klubs. Andererseits blicken die Bundesliga-Klubs mit Sorge nach Unterföhring zu Pay-TV-Sender Sky, der weiterhin in den roten Zahlen steckt. Im zweiten Quartal 2010 verlor Sky knapp 82 Mio. Euro, das entspricht einem Verlust von rund 900.000 Euro pro Tag.

Hauptgesellschafter und Medienmogul Rupert Murdoch schoss weitere 340 Mio. Euro zu - die siebte Kapitalerhöhung seit dem Börsengang 2005. Der Abo-Verkauf verläuft schleppend, statt den angepeilten drei Mio. Kunden sind es derzeit nur 2,47 Mio. Der einflussreiche Bayern-Präsident Karl-Heinz Rummenigge meinte in diesem Zusammenhang, dass es in 20 Jahren nicht gelungen sei, Pay-TV in Deutschland zu etablieren.

Die Deutsche Bundesliga stärkte Sky indes den Rücken. "Es gibt überhaupt gar keinen Grund, laufende Verträge infrage zu stellen", sagt der Geschäftsführer des Bundesligaverbands DFL, Christian Seifert. Die Liga plane daher auch keinen eigenen TV-Kanal.

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Fotohinweis: Christian Seifert steht weiterhin zu Pay-TV-Sender Sky (Foto: DFL)

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